Die richtigen Fragen für verschiedene Arten von Quizzen zu finden, ist schwieriger, als Antworten zu bekommen. Es geht nicht nur darum, was du fragst, sondern auch wie. Mit dem richtigen Fragetyp erhältst du mehr Antworten. Erfahre mehr über Multiple-Choice-Fragen, Checkboxen, Skalenfragen, Ja-Nein-Fragen und Zuordnungsfragen und darüber, wann du sie einsetzen solltest.
Okay, die meisten Marketer sind sich (endlich!) einig, welchen Wert Quizze haben: Als Teil der Content-Strategie sind sie ein wirkungsvolles Werkzeug für die Lead-Generierung. Wir alle erinnern uns an den Fall von Zenni Optical im Jahr 2015, als ein einziges Quiz $1 Million Umsatz erzielte, oder?
Doch es gibt einen Haken!
Du kannst dir nicht einfach ein paar Fragen ausdenken und darauf warten, dass dein Publikum antwortet.
Die unschöne Wahrheit des Marketings lautet: Längst nicht alle Quizze funktionieren. Langweiliges Design und irrelevante oder fade Fragen gehören zu den häufigsten Gründen, warum dein Quiz schlecht ist.
Wir müssen also wissen, welche Fragen sich für Quizze eignen und wie wir sie formulieren, um eine höhere Interaktionsrate zu erzielen. In diesem Artikel lernst du fünf Fragetypen kennen, mit denen Content-Marketing-Quizze bessere Ergebnisse erzielen. Befolge diese Schreibtipps — und mach dich auf viele Antworten gefasst!
#1. Multiple-Choice-Fragen
Bei Multiple-Choice-Fragen stehen Nutzern mehrere Antwortoptionen zur Auswahl. Sie müssen also die eine Option anklicken, die ihrer Meinung nach am besten zu ihnen passt. Im Idealfall ist dein Multiple-Choice-Quiz zeitlos, sodass Nutzer es immer wieder ausfüllen und teilen können. Wähle deshalb Themen, die auch in zwei oder sogar drei Jahren noch relevant sind.
Wenn du ein Quiz erstellst mit Multiple-Choice-Fragen, halte die Fragen kurz und einfach. Da die menschliche Aufmerksamkeitsspanne heute so kurz ist wie nie zuvor, können wir nicht erwarten, dass Nutzer Stunden mit langen Quizzen und absurd langen Fragen verbringen.
Multiple-Choice-Fragen sind ansprechend und sorgen für viele Antworten, weil sie einen sozialen menschlichen Grundinstinkt ansprechen: Es geht um Kreativität und Handeln, persönlichen Wert und Erfolge. Wenn du Nutzer bittest, eine Option auszuwählen, regst du sie zum Handeln an und motivierst sie, das Quiz zu beenden, um herauszufinden, dass sie großartig sind. :)
Tipp: Verwende für die Antworten Bilder statt Text, um die Interaktion zu steigern. (Denk an den BuzzFeed-Stil?)
Bilder sind besser, weil:
• Die meisten Menschen lernen visuell, das heißt, sie denken in Bildern und nicht in Worten.
• Seien wir ehrlich: Nutzer lesen oder schreiben nur ungern lange Antworten, um daraus die passendste Aussage auszuwählen. Bilder lassen sich schneller erfassen.
• Mit Bildern kannst du Humor in ein Quiz bringen und Nutzern das Antworten unterhaltsamer machen.
#2. Checkbox-Fragen
Keine Sorge! Dieser Abschnitt wird kurz:
Checkbox-Fragen ähneln Multiple-Choice-Fragen, bieten Nutzern aber die Möglichkeit, mehr als eine Option auszuwählen. Du stellst eine Auswahl bereit, sie wählen so viele Antworten aus, wie sie für relevant halten, und anschließend analysierst du die Antworten mit Wortwolken, Tabellen oder Diagrammen.
Diese Fragen sind ansprechend und sorgen für viele Antworten, weil ihre Beantwortung wenig Zeit und Aufwand erfordert. Anders als bei offenen Fragen, bei denen Nutzer eine Art kritischen Aufsatz schreiben müssen, um ihre Meinung mitzuteilen, erhältst du hier eher eine Antwort.
Checkbox-Fragen eignen sich gut, wenn du dein Publikum segmentieren möchtest: nach Interessen, demografischen Merkmalen, Produktauswahl usw.
#3. Likert-Skala-Fragen
Mit Likert-Skala-Fragen findest du heraus, ob Kunden einer Aussage „voll und ganz zustimmen“ oder „überhaupt nicht zustimmen“. Mit anderen Worten: Diese Fragen helfen dir, die Erfahrung und Zufriedenheit eines Kunden mit deinem Service einzuschätzen.
Erstelle eine 5-Punkte-Skala, um Qualität, Bedeutung, Wahrscheinlichkeit, Häufigkeit und andere Faktoren zu messen. Likert-Skala-Fragen fördern eine höhere Interaktion, weil Nutzer mit ihren Antworten stärker ins Detail gehen können. Außerdem lassen sie sich gut analysieren, da sie die Möglichkeit einer neutralen Antwort ausschließen.
Likert-Skala-Fragen lassen sich leicht in ein Quiz integrieren, und die direkte, klare Sprache hält die Befragten bei der Sache. Befolge diese Tipps, um sie in deinem Quiz optimal einzusetzen:
• Sei präzise. Vermeide allgemeine Fragen und konzentriere dich auf ein Thema.
• Vermeide vage Wörter und formuliere deine Frage als … nun ja, als Frage statt als Aussage.
• Passe sie selbstbewusst an. Nutze ein ansprechendes Design und Bilder, um Nutzer einzubeziehen.
#4. Dichotome Fragen
Nur keine Panik! Diese Fragen sind nicht so kompliziert, wie ihr Name klingt. Dichotome Fragen werden auch als „Ja-Nein-Fragen“ bezeichnet und bieten Befragten nur zwei Antwortoptionen.
Genau diese einfache binäre Unterscheidung macht dichotome Fragen so ansprechend: Sie lassen sich schnell und einfach beantworten, erfordern wenig Aufwand und wecken Neugier. Nutzer antworten weiter, um das Ergebnis zu erfahren. Beispiel:
Als Marketer weißt du wahrscheinlich, dass Neugier ein externer Motivator für Verhalten und Entscheidungsfindung ist. Deshalb können solche Quizze ein wirkungsvolles Werkzeug für den Erfolg deiner Marketingmaßnahmen sein.
Im Geschäftsleben kannst du damit dein Publikum segmentieren, herausfinden, ob ihm dein Produkt gefällt oder ob es deine Inhalte nützlich findet, und erkennen, ob dein Kundensupport gut funktioniert. Wenn du die Antworten analysierst und deine Marketingstrategie entsprechend optimierst, kannst du die Zahl deiner Leads deutlich steigern.
Quizze mit dichotomen Fragen eignen sich außerdem hervorragend, um die Interaktion in sozialen Medien zu steigern. Umfragefragen in Facebook-Anzeigen mit lustigen, aber relevanten GIFs und nur zwei Antwortoptionen bieten dir die Chance, Nutzer zu fesseln und die CTR zu beeinflussen.
#5. Zuordnungsfragen
Und nun zurück zu einem menschlichen Grundinstinkt. Da sich alles um Kreativität dreht, überrascht es nicht, dass interaktive Inhalte heute den Ton angeben: Sie bringen uns zum Handeln.
Quizze verlangen von sich aus Handlung — und genau deshalb lieben wir sie so sehr. Mit Zuordnungsfragen kannst du ihre Lead-Wirkung verdoppeln: Nutzer müssen aus vorgegebenen Optionen die Antworten auswählen, die richtig zusammengehören. Sie werden häufig im Bildungsbereich eingesetzt, um Lernende zu testen, und erzielen dank ihres interaktiven Charakters viele Antworten.
Quizze mit Zuordnungsfragen werden in sozialen Medien besonders häufig geteilt: Wer alle Antworten erraten hat, möchte seinen sozialen Instinkt befriedigen und anderen den eigenen Erfolg zeigen. (Da Status und Anerkennung für alle wichtig sind, finden Inhalte Anklang, die ihnen zeigen, wie großartig sie sind.)
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Damit dein Quiz funktioniert, musst du auf die Fragen achten. In erster Linie müssen sie für das Thema deines Quiz relevant sein. Wenn du Nutzer einbinden und die Antwortrate erhöhen möchtest, gestalte dein Quiz unterhaltsam, sprich die Sprache deines Publikums und frage Menschen nach sich selbst, um ihre Grundinstinkte anzusprechen.
Halte Fragen kurz, biete klare Antwortoptionen und erwäge, Bilder statt Text zu verwenden. Kurz gesagt: Spare deinen Followern Zeit und mache es ihnen leicht, dein Quiz zu absolvieren. Bei wirksamen Quiz-Inhalten kommt es auf die richtigen Fragetypen und ein ansprechendes Design an. Verwende daher anpassbare Vorlagen, um Quizze mit hoher Conversion zu erstellen. Vergiss nicht, ihre Performance zu verfolgen, damit du weißt, ob du für noch bessere Ergebnisse etwas optimieren musst.
Autorin
Lesley Vos ist Texterin und bloggt bei Bid 4 Papers. Sie ist auf Content-Erstellung und Selbstkritik spezialisiert und liebt Wörter, Kaffee und Füchse. Sie hofft, die Kunst des Korrekturlesens zu meistern, bevor sie auf „Senden“ klickt.